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Künstlerviertel Zittau

Wo Schafe die Wände hoch laufen

Das Künstlerviertel in Zittau sorgt mit seinen spektakulären Skulpturen und Installationen für Aufmerksamkeit. Im Rahmen der Sanierung des Wohnquartiers Zittauer Tor mit drei- bis viergeschossigen Mehrfamilienhäusern in der Zittauer Altstadt gestaltete der deutsche Künstler Sergej Alexander Dott unterschiedlichste Skulpturen von goldenen Blättern, über Zentauren bis hin zu Widdern, die dauerhaft an den Außenwänden befestigt wurden. Die Sandsteinplastiken wurden mit fischer Injektionsmörtel FIS V im Porenbetonuntergrund verankert.

„Die Zusammenarbeit mit fischer war echt top“, begeistert sich Baunternehmer Mario Süsse aus Obercunnersdorf, unweit von Zittau im deutsch-tschechisch-polnischen Dreiländereck gelegen. „Wir hatten alle wahnsinnig viel Spaß bei der Verwirklichung diese Projektes. Und damit meine ich nicht nur die Leute von fischer, sondern auch die Architektin Conny Gloger, den Bauherrn, die Vertreter der Stadt Zittau und natürlich den Künstler Sergej Alexander Dott.“

In der Oberlausitz stehen viele Häuser leer. Alleine in Zittau waren es vor der Sanierung des Altstadtquartiers durch die Zittauer Stadtentwicklungsgesellschaft und die Berliner „spark::ling AG weit über 100, die ein tristes graues Dasein fristeten. Die Idee des Immobilienentwicklers, die Straßenzüge künstlerisch zu gestalten und die bisher sehr nüchternen Fassaden in alle Regenbogenfarben zu streichen und mit Reliefs sowie großen Skulpturen zu versehen, kam bei der Bevölkerung sehr gut an. Inzwischen sind alle Wohnungen vermietet und das Quartier wurde zur Touristenattraktion.

Das „Künstlerviertel Zittau“ umfasst 180 Wohnungen und zählt wohl zu den größten Pop-Art-Kunstwerken Deutschlands. Das Konzept von Sergej Alexander Dott besinnt sich auf den Ursprung der Menschheit und seine Nähe zur Natur. Ein großer, goldener Torbogen in Form einer DNA-Doppelhelix verbindet zwei Wohnblöcke über eine Distanz von 16 Metern miteinander und markiert gleichzeitig den Weg in die historische Altstadt. Einzelne Elemente, die auf den Zusammenhang von Mensch und Umwelt hinweisen, übertrug der Künstler auf die Fassaden. Skulpturen an den Hauswänden, lebensgroße Zentauren und skulpturale Hauseingänge aus Sand und Epoxidharz prägen das Viertel. Die Motive sind vielfältig: an der Hauswand spielende Kinder, Blumenmuster, keltische und ägyptische Zeichen sowie Skulpturen aus Engeln, Kühen, Schafen, Widdern, Äpfeln und anderen Elementen der Natur.

Injektionstechnik hält Skulpturen

Eine besondere Herausforderung stellte die Befestigung der unterschiedlich großen und schweren Skulpturen an den Hauswänden dar. Die mit der statischen Berechnung beauftragte Statiker René Mäurich und Uwe Neumann aus Berlin schlugen dazu fischer Injektionstechnik vor. Bei der vor-Ort-Besichtigung einigte man sich gemeinsam mit den übrigen Beteiligten auf die Durchführung von Auszugversuchen. „Die Auszugversuche mit unseren Gewindestangen FIS A M 12 und dem Injektionsmörtel FIS V 360 S ergab eine Belastungsgrenze des Porenbetons von 10 kN“, sagt fischer Anwendungstechnikerin Kerstin Großmann.

„Eine Versagenslast von einer Tonne war deutlich mehr als wir erwartet hatten und brauchten“, betont der mit der Bauausführung beauftragte Unternehmer Mario Süsse. „Die an den Häuserwänden zu befestigenden Skulpturen besaßen unterschiedlichste Gewichte. Das reichte von vier Kilogramm für einen Apfel bis zu 60 Kilogramm für ein Schaf.“ Vereinzelte Figuren erreichten auch höhere Gewichte. Entscheidend war jedoch die verdeckte Anbringung der Ankerplatten auf den Sergej Alexander Dott seine Skulpturen montiert hatte an den Hauswänden.

Die einzelnen Skulpturen bestehen aus Epoxidharz, Quarzsand und Glasfasergewebeeinlagen. Um sie sicher im Untergrund zu verankern montierte er die Figuren auf unterschiedlich große acht Millimeter starke Ankerplatten, je nach Volumen und Gewicht der Plastik. „Unsere Aufgabe war es nun, die fertig angelieferten Skulpturen an ihren Platz zu heben und dort zu befestigen. Zunächst übertrugen wir die Geometrie auf Schablonen. Die in der Regel vier Schraublöcher waren in den meisten Fällen unsymmetrisch angeordnet“, erklärt Mario Süsse. „Dann schnitten wir entsprechend große Stücke aus der bereits verputzten Wand und bohrten mit 14er Bohrern die notwendigen und bis zu 95 Millimeter tiefen Hinterschnittlöcher.“ Der Verankerungsgrund wurde anschließend mit einem Ausgleichsmörtel geglättet. Schließlich drückte man den fischer Injektionsmörtel FIS V 360 S in das Bohrloch, setzte die Zentrierhülse ein und schob schließlich die Gewindestange FIS A M12 x 120 in Edelstahl A4 ein. „Der Injektionsmörtel ließ sich super verarbeiten und hält einfach toll“, resümiert Mario Süsse. Deshalb entschied sich der Bauunternehmer auch dazu, sämtliche Balkongeländer des Projektes mit den fischer Ankerstangen in Edelstahl und Injektionsmörtel zu befestigen.

Auch für die übergroße DNA-Skulptur, die vor Ort aus Stahl zusammengeschweißt wurde, nutzte er fischer Injektionstechnik. „Für die 24 mm Durchmesser großen Löcher habe ich hier allerdings auf die schnell aushärtende Mörtelpatrone FHB II PF zurückgegriffen, denn die schweren Gewindestangen mussten schnell die volle Last aufnehmen können“, sagt Mario Süße.


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Vor der Sanierung fristete das Stadtquartier ein tristes Dasein.FOTO: spark::ling AG/Berlin, fischwerke/Waldachtal

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Die Sandsteinskulpturen wurden mit Gewindestangen und fischer Injektionsmörtel im Porenbetonuntergrund verankert. FOTO: spark::ling AG/Berlin

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Die Sandsteinskulpturen wurden mit Gewindestangen und fischer Injektionsmörtel im Porenbetonuntergrund verankert. FOTO: spark::ling AG/Berlin

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Die Sandsteinskulpturen wurden mit Gewindestangen und fischer Injektionsmörtel im Porenbetonuntergrund verankert. FOTOS: spark::ling AG/Berlin

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Die einzelnen Skulpturen bestehen aus Epoxidharz, Quarzsand und Glasfasergewebeeinlagen. FOTO: spark::ling AG/Berlin

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Die DNA-Spirale wurde mit dem fischer Highbond FHB PF M 24 an den Fassaden befestigt. FOTO: spark::ling AG/Berlin

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Die DNA-Spirale wurde mit dem fischer Highbond FHB PF M 24 an den Fassaden befestigt. FOTO: spark::ling AG/Berlin

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Die einzelnen Skulpturen bestehen aus Epoxidharz, Quarzsand und Glasfasergewebeeinlagen. FOTO: spark::ling AG/Berlin

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Die einzelnen Skulpturen bestehen aus Epoxidharz, Quarzsand und Glasfasergewebeeinlagen. FOTO: spark::ling AG/Berlin
 
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